Online-Händlerin: 9.800 € Inkasso-Forderung um 58 % reduziert
Praxisbeispiel für eine Verhandlung mit einem Forderungskäufer – inklusive schriftlichem Vergleich und SCHUFA-Erledigt-Meldung.
Ausgangslage
Eine Online-Händlerin hatte eine offene Lieferantenrechnung über 9.800 €, die nach mehreren Mahnstufen an ein Inkasso-Unternehmen abgetreten wurde. Inklusive Mahn- und Inkassokosten betrug die Gesamtforderung 11.420 €. Geld war kurzfristig nicht in dieser Höhe verfügbar.
Vorgehen
- Forderung wurde rechtlich geprüft – ursprüngliche Hauptforderung unstrittig, Höhe der Inkassokosten teils überhöht.
- Schriftliches Angebot an das Inkasso-Unternehmen: Einmalzahlung von 4.100 € (rund 42 % der Hauptforderung) gegen vollständigen Verzicht und SCHUFA-Erledigt-Meldung.
- Verhandlungsrunden über zwei Wochen mit klarer Argumentation: keine pfändbaren Beträge, Alternative wäre Insolvenz.
- Vergleichsvereinbarung schriftlich fixiert – ausdrücklich "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" und mit Erledigt-Klausel.
Ergebnis
Das Inkasso-Unternehmen akzeptierte 4.100 € als Einmalzahlung – das entspricht einer Reduktion um rund 58 % der ursprünglichen Forderung inkl. Kosten. Der SCHUFA-Eintrag wurde innerhalb von vier Wochen nach Zahlung als "erledigt" gemeldet.
Hinweis: Persönliche Daten, Beträge und Branchendetails sind zur Wahrung der Vertraulichkeit verändert. Vorgehen und Ergebnis entsprechen einem realen Fall aus dem Mentoring.

Über den Autor
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